Sa 24.01.26, Refektorium, Beginn 19 Uhr
Ella und Laura
von den Müttern unserer Väter
August Zirner und Tochter Ana blicken auf das Schicksal ihrer Großmütter und reisen zurück nach Wien, in die Zeit zwischen den Weltkriegen. Bei ihren Recherchen spüren sie den zwei Frauenleben nach und zeigen so den Einfluss von Flucht und Vertreibung, Emigration und lebenslangem Heimweh auf ihre Familiengeschichte.
Der Schauspieler August Zirner und seine Tochter, die Bergsportlerin und Autorin Ana Zirner, nähern sich in dialogischer Manier den Biographien ihrer Großmütter Ella Zirner-Zwieback (1878-1970) und Laura Wärndorfer (1915-1984). Beide Frauen wurden
durch die Machtübernahme der Nazis aus ihrer Wiener Heimat in die Emigration getrieben. Beide stammten aus großbürgerlichen Verhältnissen und waren eigenständige und eigenwillige Persönlichkeiten, gebildet und mit einem weitgespannten Bekanntenkreis. Ella Zirner leitete das Modegeschäft der Familie auf der Kärtnerstrasse. Ihr Sohn Ludwig heiratete dann in New York Lydia Wärndorfer. August Zirner, der Sohn des Paares, ist in den USA geboren und kam erst in den siebziger Jahren nach Europa. Es wurden ihm einzelne Gegenstände aus dem früheren Besitz der Familie restituiert. Ana Zirner möchte sich eigentlich nicht am „Shoah-Business“ beteiligen, aber die Suche nach den familiären Wurzeln und die Lebensgeschichten von Urgroßmutter und Großmutter ziehen sie dann doch in den Bann. – Eine reizvolle, bunte Familiengeschichte, die Vater und Tochter gemeinsam erzählen, mit allen Zweifeln, mit Distanz und Nähe. Lesenswert!

